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RAMCop ist ein Addon für die IPCop-Firewall (siehe dazu http://www.ipcop.org/ ). RAMCop gestattet es, das komplette System in den Hauptspeicher des Rechners zu laden. Dadurch ist es möglich, die Festplatte des Systems abzuschalten. Dadurch wird Strom gespart, weniger Wärme produziert und ein leises (lautloses) System geschaffen.
Die Voraussetzung für RAMCop ist natürlich ausreichend Hauptspeicher. Bei einer Standardinstallation ohne weitere Addons reichen 256 MB. Allerdings ist dann ein Großteil des RAMs belegt, abhängig von z.B. der Größe der Logfiles. Besser sind 512 MB.
Desweiteren ist das Addon nicht auf Systemen lauffähig, die SCSI-Festplatten einsetzen. Von ihrer Konzeption her sind diese Festplatten nicht für eine solche Anwendung ausgelegt und werden deshalb nicht unterstützt.
Wie unter "Was ist RAMCop" beschrieben, läuft das System komplett im Hauptspeicher. Die Daten werden periodisch per cronjob auf Festplatte gesichert. Die Zeitpunkte - Uhrzeit und Wochentag(e) - sind einstellbar über das Webinterface. Ebenso kann eingestellt werden, ob die Festplatte bei Nichtbenutzung in den Standby- oder Sleep-Modus geht. Das System kann darüberhinaus zu jedem beliebigen Zeitpunkt von Hand gesichert werden.
Über das Bootmenü von Grub kann bei jedem Start des Systems gewählt werden, ob der IPCop von Festplatte ("normal") oder im RAM laufen soll. Alternativ kann ein weiteres Addon, GrubGUI, dazu verwendet werden.
RAMCop kann darüberhinaus verwendet werden, um eine Installation von IPCop direkt auf ein Flash-Medium zu unterstützen. Der Umweg über eine Installation auf Festplatte und anschließender Anpassung des Systems mit mkflash ist nicht mehr nötig. Die Schreibzugriffe werden automatisch reduziert auf die Zeitpunkte der Sicherung. Auch mit schon von Flash-Medien laufenden Systemen kann RAMCop umgehen.
Es ist mit RAMCop nicht möglich, den Proxy sinnvoll zu benutzen. Da das System im Hauptspeicher läuft, ist für den Proxy-Cache kaum/kein Platz vorhanden. Allerdings wird RAMCop nicht dahingehend die Einstellungen überprüfen. Das kann im schlimmsten Fall zu einem hängenden System und damit zu Datenverlust führen.
RAMCop kann nicht mit SCSI-Systemen arbeiten.
RAMCop kann nicht ohne einen Neustart des Rechners in Betrieb genommen werden (Sorry an alle Uptimer). Ebenso muss zum Deinstallieren erst wieder der IPCop neu gebootet und von Festplatte gestartet werden.
Nach dem Herunterladen des Addons (siehe Download, es ist eine Datei wie "ramcop_VERSION.tar.gz" mit der entsprechenden Versionsnummer) muss es auf den IPCop kopiert werden.
Entpacken des Archivs mit "tar xzf ramcop_VERSION.tar.gz".
Wechseln in den Ordner: "cd ramcop_VERSION".
Installieren mit "./install".
Nach erfolgreicher Installation kann der Ordner wieder gelöscht werden.
Zum Deinstallieren einfach den Uninstaller aufrufen: "/var/ipcop/ramcop/uninstall". Dazu darf RAMCop aber nicht laufen! Der Uninstaller fordert in diesem Fall zu einem Reboot auf. Eine neue Version kann einfach installiert werden, die alte wird vorher entfernt (mit allen Einstellungen).
Sämtliche Einstellungen werden über ein WebGUI vorgenommen. Dies befindet sich im Reiter "Dienste".
Folgende Punkte sind konfigurierbar:
Zeitpunkt der Datensicherung: Die Uhrzeit und der Tag kann gewählt werden. Die Festplatte wird zu den angegebenen Zeitpunkten wieder aktiviert, die Daten gesichert und die Festplatte wieder schlafen gelegt.
Festplattenzustand: Es kann angegeben werden, ob die Festplatte in den Standby- oder den Sleep-Modus geht. Allerdings weiß ich nicht, ob alle Festplatten den Sleep-Modus unterstützen. Bei Systemen, die von Flash-Medien laufen, hat diese Einstellung verständlicherweise keine Bedeutung.
Zuletzt kann der Status des Systems auch manuell auf Festplatte gesichert werden.
Version 0.5 - 11.03.2007
Fix: Die Überprüfung der Speicherbelegung arbeitete nicht korrekt
Version 0.4 - 01.02.2007
Feature: Der Zeitpunkt für die automatische Sicherung hat mehr Einstellmöglichkeiten
Feature: RAMCop überprüft beim Start den benötigten Speicher. Sollte nicht genügend Ram vorhanden sein, dann wird RAMCop nicht gestartet und stattdessen das normale System gebootet
Feature: RAMCop überprüft periodisch die Hauptspeicherbelegung. Ab einer kritischen Grenze kann optional eine Mail verschickt werden
Feature: Beim Installieren kann die logrotate.conf angepasst werden, so dass weniger alte Logfiles archiviert werden (eine geringe Anzahl wählen um Speicherplatz zu sparen)
Version 0.3 - 06.09.2006
Fix: RAMCop versetzt die Festplatte beim Booten jetzt (hoffentlich zuverlässig) in den Standby/Sleep-Modus (Dank an gaston)
Fix: Beim Setzen von RAMCop als Default-Booteintrag wurde versehentlich der smp-Kernel gestartet. Ist jetzt auf den normalen Kernel umgestellt
Version 0.2 - 04.09.2006
Fix: RAMCop arbeitet nun auch mit Festplatten, die nicht hda sind (Dank an gaston)
Feature: Beim Installieren kann der Bootloader direkt dahingehend modifiziert werden, dass RAMCop der Default für das Booten ist (Dank an mh254)
Version 0.1 - 17.08.2006
Erste Version
